Der Weitenkompass.

Mehr Mensch in der Führungsrolle.

Führungskräfte müssen Tag für Tag viele Bälle in der Luft halten und funktionieren. Dabei verlieren sie manchmal den Blick dafür, wie es ihnen selbst und den anderen dabei geht.
 
Genau dafür habe ich den Weitenkompass entwickelt:
 
Rausgehen. In Bewegung kommen. Aussprechen, was wirklich los ist. Und zuhören, auch wenn es weh tut.

Manchmal hilft es, etwas anders zu machen.

Wenn Menschen in einer herausfordernden Situation feststecken – weil ihre To-do-Liste immer länger wird, sie vor einer Entscheidung mit großer Tragweite hin- und hergerissen sind oder ein Konflikt im Team eskaliert –, tun sie oft noch mehr von dem, was sie ohnehin schon tun.

Dabei kann gerade etwas ganz anderes Bewegung in die Sache bringen.

Raus aus dem gewohnten Raum gehen. Ein paar Mal das Treppenhaus hoch und runter laufen. Das Hirnchaos auf einen Zettel kritzeln.

Der Weitenkompass hilft dabei, herauszufinden, was für einen selbst gerade stimmig ist.

Er verbindet drei Zugänge: In die Weite gehen. In Bewegung kommen. Kommunikation gestalten.

Drei Wege für mehr Spielraum

1. In die Weite gehen

Raus aus dem gewohnten Raum, rein in einen weiten Flur – oder noch besser: auf einen Balkon, die Dachterrasse oder in den Hof. Und wenn das gerade nicht geht, werfen wir einfach einen Blick aus dem Fenster. Hauptsache, wir sehen die Weite des Himmels und hören für einen Moment auf zu grübeln.

Denn mit etwas Abstand sieht man manches plötzlich anders. Die Gedanken kommen in Bewegung und wir entdecken neue Zusammenhänge. Vielleicht merken wir auch, dass wir eine Sache bisher viel zu eng gesehen haben. Und manchmal zeigt sich ein Weg, den wir vorher gar nicht auf dem Schirm hatten.

2. In Bewegung kommen

Manchmal dreht sich der Kopf im Kreis, während wir auf dem Stuhl sitzen und uns kaum bewegen.

Dann hilft es, durchzuatmen, den Nacken und die Schultern zu lockern, aufzustehen oder auch loszugehen. Wir können uns eine Flasche Wasser holen oder zum Kollegen bzw. zur Kollegin ins Büro gehen, statt eine E-Mail zu schreiben. Und in der Mittagspause gehen wir eine Runde spazieren. Oder laufen, wenn es gerade passt.

Bewegung bringt uns raus aus dem Grübeln und wieder in Kontakt mit uns selbst. Wir spüren besser, was uns innerlich beschäftigt, was uns freut, was wir nicht mehr wollen und wo wir eine Grenze setzen möchten.

3. Kommunikation gestalten

Manches wird leichter, wenn wir aussprechen, was wirklich in uns los ist. Wenn wir uns auf unser Gegenüber einlassen und zuhören, statt sofort in den Widerstand zu gehen. Wenn wir unsere Sicht klar sagen und auch als Führungskraft einmal zugeben: Da lag ich falsch.

Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg gibt dafür eine gute Basis. Sie hilft uns, nicht nur mit dem Kopf zu sprechen, sondern auch mit dem Herzen. Wir drücken aus, was wir fühlen und brauchen, und halten inne, bevor wir unser Gegenüber vorschnell bewerten. Wir versuchen zu verstehen, was den anderen bewegt – gerade dann, wenn wir die Dinge unterschiedlich sehen.

 

Und was hat das miteinander zu tun?

Ein Schritt vor die Tür, die Beine ausschütteln oder endlich aussprechen, was uns schon lange auf der Seele liegt – manchmal braucht es gar nicht viel, damit sich etwas verändert. Und manchmal, wenn es richtig knifflig wird, braucht es alles zusammen.

Denn wir sind ja keine Köpfe auf zwei Beinen. Was uns beschäftigt, spüren wir auch im Körper. Und manches, was uns im Miteinander festhält, löst sich erst, wenn wir offen darüber sprechen und einander aufmerksam zuhören.

Der Weitenkompass verbindet Weite, Bewegung und Gespräch. Wir schauen, was davon gerade für uns passt, probieren etwas aus und entdecken ganz neue Möglichkeiten, mit einer Situation umzugehen.

So kommt wieder Bewegung in festgefahrene Situationen, und unser Führungsspielraum wird wieder größer.
Damit wieder mehr Leben in unsere Führung zurückkommt. 

Wäre schon schön, oder?

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